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Die geeignete Region finden

Holzhaus in den BergenEs zählt sicherlich zu den schwierigsten Aufgaben, die für eine Selbstversorgung passende Region zu finden. Entweder ist es zu kalt oder zu heiß, zu trocken oder zu feucht. Aber schauen wir uns doch einfach mal einige Regionen an.

Wer z.B. in Deutschland, und dann vielleicht auch noch in Norddeutschland, sich vollständig selbst versorgen will, wird einige nicht ganz leichte Hürden meistern müssen. Bei einer Vegetationsdauer von 5-7 Monaten und möglichem Dauerfrost über 6 Wochen (zusammenhängend) wird die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse, selbst mit Gewächshaus, nicht immer möglich sein. OK, es ist nicht jeden Winter so kalt, aber es reicht in der Regel für einen Ernte-Total-Ausfall und wer kann sich schon ein beheiztes und beleuchtetes Gewächshaus leisten. Das stünde ja jeder ökologischen Betrachtung völlig konträr gegenüber. Also bleiben nur zwei Möglichkeiten: Fleisch und/oder haltbar gemachte Früchte.

GansBetrachten wir mal das Fleisch, so hatten es unsere Vorfahren noch leicht. Sie gingen in dem damals noch üppig vorhandenen Wald auf die Jagd - heute klicken dann die Handschellen, wegen Wilderei. Schließlich möchte man das seltene Wildfleisch profitabel an gut zahlende Kundschaft verhökern. Nutztierhaltung und die damit verbundene Schlachtung steht auch unter diversen Auflagen, die von Kleinbetrieben und Einzelpersonen kaum noch zu erbringen sind, erst recht nicht von Selbstversorgern.
Fast alle Verfahren zur Haltbarkeitsverlängerung haben den großen Nachteil, daß wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden. Es ist also gerade für Vegetarier sehr schwer im Winter eine ausgewogene Nahrung bereitzuhalten. Hier war für unsere Vorfahren wieder das Fleisch der Tiere der geeignete Nährstofflieferant.

PferdewagenBetrachten wir einmal weitere Faktoren, wie z.B. die Tatsache, daß ein Selbstversorger über ein entsprechend großes ländliches Grundstück verfügen muß. Nur aufgrund seiner hübschen blauen Augen wird er das nicht kostenlos nutzen dürfen.
Wir stolpern also gleich über diverse Probleme. Entweder muß das Grundstück gekauft werden, was natürlich Geld kostet - nicht nur für den Kauf, sondern auch später. Vom Abwasser bis Straßenerneuerung fallen deutschen Gemeinden immer neue Zwangsabgaben ein, da ist die Grundsteuer noch der harmlosere Teil. Mieten fällt genauso flach, denn das kostet Geld und so wird aus der Selbstversorgung schnell ein Schein-Öko-Betrieb und alles schaukelt sich bis zum Zusammenbruch auf.
Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, aber es sind und bleiben eben Ausnahmen.

Suchen wir uns also ein wärmeres Land. Die europäischen Mittelmeerländer sind gut geeignete Kandidaten für eine vollständige Selbstversorgung. Allerdings sollte man nicht zu jung sein, denn die Lawine europäischer Gesetze und Verordnungen rollt unerbittlich und was heute noch möglich ist und geduldet wird, kann schon nächstes Jahr unmöglich sein. Gleiches gilt auch für die warmen Staaten der USA.

AfrikaGehen wir also nach Afrika. Hier haben wir es gleich mit anderen Extremen zu tun. Statt zu kalt ist es hier eher zu heiß und oft zu trocken. Wenn es regnet, dann oft in einer Regenzeit und sehr viel. Das ist aber nicht überall so, man muß sich nur sorgfältig eine geeignete Region aussuchen.

Pass mit GeldEines jedoch haben fast alle sog. Entwicklungsländer gemeinsam. Hier herrscht oft ein "Direktsponsoring" - man sponsort also nicht, wie z.B. in Deutschland, die Gemeinden, Verbände, Kommunen und so, sondern einzelne "Mitarbeiter" mit meist Bruchteilen der in Deutschland üblichen "Gebühren". Wer damit klar kommt, kann hier ein paradiesisches Leben führen und sich komplett selbst versorgen. Eine geringe "Anschubfinanzierung" braucht man natürlich auch hier, wie überall auf der Welt. Wer diese nicht hat, kann sich nur einer bereits bestehenden Gruppe anschließen und seine Fähigkeiten in deren Waagschale werfen.

Paraguay KueheDas für Afrika gesagte gilt natürlich auch für die südlichen asiatischen Gebiete und für Südamerika. In Südamerika sind die brauchbaren Regionen sogar noch am reichhaltigsten vorhanden. Hier sollte man sich aber eher unwegsames Gelände suchen, denn sonst könnte man schnell von den gewaltigen "Farmen" überrollt werden. Wo sich der Boden aber für große Maschinen nicht eignet, ist man noch relativ sicher. Dieses kann man vom Urwald jedoch nicht behaupten, denn den kann man, wie es die Erfahrung lehrt, einfach platt walzen.

AnanasWir haben uns z.B. für Paraguay entschieden, denn dort hat man in vielen Regionen 11 Monate Vegetationszeit und der zwölfte Monat entspricht dann auch eher einem kühlen und unbeständigen deutschen Sommermonat. Hier kommt es nur darauf an, was man wann pflanzt, denn dann kann man auch in diesem Monat ernten.

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