alternativ-leben

Wasser - unentbehrlich für alles Leben

RegentropfenJegliches Leben auf der Erde ist auf Wasser angewiesen, egal ob Pflanze, Tier oder Mikroorganismus. Es geht vielleicht mit sehr wenig, aber ganz ohne Wasser gibt es hier auf Erden kein Leben. Wie wichtig Wasser auch für moderne Menschen ist, zeigen die enormen Anstrengungen, die unternommen werden, um in jeder nochso kleinen Menschensiedlung Wasser zur Verfügung zu haben - und doch gehen wir mit diesem Wasser extrem rücksichtslos um.

Der einfache natürliche Wasserkreislauf ist schnell erklärt und für jeden sofort nachvollziehbar:
Überall auf der Erde verdunstet Wasser, ballt sich in Wolken zusammen, regnet irgendwo ab, fließt durch Bäche und Flüsse zum Meer oder verdunstet zum Teil schon dort, wo es abgeregnet ist.
Das allerdings, was dazwischen alles passiert ist deutlich komplizierter und ein perfektes Reinigungs-, Transport- und Versorgungssystem der Natur, welches der Mensch unbedingt unter Kontrolle bekommen möchte.

Verdunstung
VerdunstungDie Verdunstung ist sicher eine der wichtigsten Vorgänge in diesem Kreislauf, denn Wasser fließt nur nach unten und ohne Verdunstung wäre es oben irgendwann trocken. Durch die Verdunstung gelangt aber nur das Wasser selbst und leichter flüchtige Flüssigkeiten, wie z.B. Alkohole, in die Luft, alle im Wasser gelösten Stoffe, wie z.B. das Salz der Meere, bleiben unten. Dadurch bestehen Wolken erst einmal nur aus destiliertem Wasser und leicht flüchtigen Flüssigkeiten, alle mineralischen Substanzen bleiben am Boden bzw. im Meer, denn sie können durch die Verdunstung nicht in die Atmosphäre gelangen.

Wolken und Regen
WolkenDie Luft selbst ist natürlich durch Wind (fast) immer in Bewegung und dieser kann nicht nur kleinste Teilchen enorm weit transportieren. Als Beispiel sei der Sahara-Sand zu nennen, der gar nicht so selten auch mal in Norddeutschland landet - immerhin lockere 3.000km Flugstrecke und dazu noch über die Alpen!
Alle Substanzen, die durch den Wind in die Luft gewirbelt wurden, gelangen auch in die Wolken oder werden durch den Regen wieder auf die Erde gebracht, oft weit von dem Ort entfernt, von dem sie gekommen sind.
Natürlich werden auch gasförmige Stoffe in dem ursprünglich destilierten Wasser gelöst, als bekanntes Beispiel könnte hier der "suare Regen" dienen.
Der Regen, der den Erdboden trifft, ist also wieder voll mit diversen Substanzen, die vorher in der Luft waren. Auf der einen Seite ist die Luft nun wieder "sauber", auf der anderen Seite sind wertvolle Stoffe transportiert worden.

Erde
RegenpfuetzeEin Teil des Regens wird auf Erdboden fallen und dort versickern. Auf diesem Weg muß er vorbei an Mikroorganismen und Pflanzen, die das Wasser verändern. Sie entnehmen einige Stoffe und fügen andere hinzu. Dann geht der Weg weiter in immer tiefere Erdschichten. Auf diesem Weg wird immer wieder ein Teil des Wassers austreten und in Bächen, Flüssen oder leider auch in künstlichen Kanälen weiter fließen. Je tiefer das Wasser versickert, desto höher wird der Kalk-Anteil und das Wasser "stirbt" langsam, denn mit dem steigenden Kalk können immer weniger Organismen und später nicht einmal mehr Keime überleben. Industrieländer betrachten dieses Wasser als besonders sauber und holen es aus tiefen Brunnen. In Wahrheit ist dieses Wasser tot und müßte erst durch den Kontakt zum Leben auf der Erde revitalisiert werden. Da wir aber gern in einer sterilen und keimfreien Welt leben, erfreut sich dieses Wasser immer größerer Beliebtheit. Trinkwasser wird aus Tiefen von 50m-400m gewonnen, Mineralwasser aus weitaus tieferen Brunnen, da kann die 1.000m Grenze schon mal überschritten werden. Sowohl in den normalen Trinkwasserbrunnen, wie auch erst recht in den noch tieferen Mineralwasserbrunnen ist das geförderte Wasser sehr lange in der Erde unterwegs. Bei 1.000m Tiefe können das schon mal einige Jahrhunderte sein und schon bei einem normalen Trinkwasserbrunnen sind einige Jahrzehnte drin. Von der in dieser Zeit zurückgelegten Entfernung zwischen Entnahmestelle und dem Ort des Regens wollen wir hier gar nicht sprechen, denn dann müßte so manch ein Wasserschutzgebiet deutlich verschoben werden.

Bäche und Flüsse
BachTeile des Regens geraten als Oberflächenwasser in Bäche und Flüsse und letztlich ins Meer. Ein gesunder Bach oder Fluß wirkt hier auf das Wasser wie eine Vitalkur, denn durch jeden Strudel oder noch so kleinen Wasserfall wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert, den nicht nur Fische zum Leben brauchen. Pflanzen im und am Bach/Fluß bereiten Stoffe, die für Mensch und Tier ungenießbar sind, zu wertvollen Stoffen auf und sogar sogenannte Verunreinigungen werden in wertvolle Stoffe umgewandelt. Einzig der betonierte oder begradigte Fluß trägt die Substanzen unverändert ins Meer, das damit eigentlich nichts anfangen kann, zumindest nicht in diesen Mengen. Wenn jemand in einen gesunden Bach pinkelt, kann schon 50m weiter ein anderer daraus trinken - leider wird man einen solchen Bach in Deutschland lange suchen müssen.

Das Meer
MeerHier ist die Endstation nicht nur für Wasser. Alles Regenwasser, welches nicht vorher schon wieder verdunstet, landet letzten Endes im Meer. Da die Meere für unsere Vorstellung riesig sind und in ihren Tiefen vieles für lange Zeit verschwinden kann, hat sich wohl schon sehr früh die Unsitte breit gemacht, mit Wasser alles mögliche einfach wegzuspühlen. Von Haushaltsabwasser bis hin zu hochgradig mit Chemikalien überfrachteten Industrieabwässern landet letztlich alles im Meer. Die Katastrophe daran ist, daß die Mehrzahl der weggespühlten Substanzen überall besser untergebracht wären, als hier. Nehmen wir nur unsere Fäkalien. Die wertvollen Stoffe darin fehlen dringend auf den Äckern, weshalb hier mit Kunstdünger nachgeholfen werden muß, der aber nicht annähernd die Vielfalt der benötigten Stoffe liefern kann. Die wertvollen Fäkalien oder wie sich Friedensreich Hundertwasser ausdrückte, "die heilige Scheiße", wird in Ausfaulgruben und Kläranlagen zu extrem schwer verdaulichen Substanzen verwandelt, die dann oft ins Meer gekippt werden. Hier kann das bestehende Ökosystem aber erst recht nichts damit anfangen, denn diese Substanzen sind hier völlig falsch und lassen neue Kreisläufe entstehen, die mit Natur herzlich wenig zu tun haben.

Fazit
Wie auch in vielen anderen natürlichen Kreisläufen, glaubt der Mensch in den Wasserkreislauf eingreifen zu müssen und macht einen Fehler nach dem anderen, die er dann glaubt, mit noch mehr Eingriffen (=weiteren Fehlern) korrigieren zu müssen. Bislang hat es kein nochso modernes System geschafft, die natürlichen Regelkreise zu ersetzen, ganz im Gegenteil, jeder Eingriff zieht weitere Eingriffe als Konsequenz nach sich und verschlechtert die Lage insgesamt immer mehr. Auch hier haben wir das "nur noch" Denken - nur noch wenige neue Systeme, dann ist alles perfekt.

Ideenecke

Warum anders leben, als die meisten?

Es gibt tausende von Gründen

Hier ist sie, die Ideenecke

Produkt-Tests

Die meisten unserer Gebrauchsgüter sind kurzlebig und irreparabel.

Wegwerfen statt reparieren ist "in"

Wir testen Produkte nach ganz anderen Kriterien

Mach mit !

Du hast Erfahrungen, Ideen oder selbst etwas getestet?

Hier ist Deine Plattform zum
Mitreden und Mitmachen.

Warte nicht auf Wunder ...
sei selbst das Wunder!