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Die Trockentoilette - das wertvolle Örtchen

Trockentoilette ist ein Sammelbegriff für verschiedene Formen der Beseitigung von Fäkalien ohne Wassereinsatz.

Das Plumsklo
PlumskloBei dem Plumsklo handelt es sich um die früher am weitesten verbreitete Art der Toilette. Hier wird einfach ein Loch gegraben, ein kleines Häuschen (in Bayern liebevoll Hoisl genannt) darüber gestellt und ab und zu wird dann die stinkende Brühe, die so gar nicht trocken ist, herausgeschöpft und auf die Felder verteilt. Ökologisch unbedenklich, es geht aber wesentlich besser und vor allem geruchloser.

Die Trenntoilette
Wie der Name schon vermuten läßt, wird hier etwas getrennt. Die festen Bestandteile werden von den flüssigen (Urin) getrennt. Hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. Da Urin sowohl beim Männlein, wie auch beim Weiblein vorn heraus kommen und der Kot hinten, bietet sich also hier die bauliche Trennung geradezu an. Man fängt also beides in getrennten Behältern auf. Der Urin kann entweder verdünnt und sofort auf die Felder geschüttet werden oder man läßt ihn über eine Art Saline laufen, dann kristallisiert Salpeter aus, den man nicht nur für Schießpulver verwenden kann. Der feste Kot wird mit einem trockenen Einstreumaterial überdeckt und kann auf ein brach liegendes Feld geschüttet werden oder Kompostiert. Man kann natürlich auch beides in den selben Behälter fallen lassen und diesen am Boden mit Löchern versehen, damit die überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. Sofern man alles mit genügend trockenem Material abgedeckt hat, braucht man sich um Geruch keine Gedanken machen, denn außer den Gasen, die während der Benutzung direkt aus dem Darm entweichen, werden keine weiteren Gerüche entstehen, wenn der Urin in einen verschlossenen bzw. belüfteten Behälter fließen kann.

Das Kompostklo
Es handelt sich hier um eine Sonderform der Trockentoilette, die auf die nachfolgende Kompostierung setzt. Hierzu ist es erforderlich, den Kot mit trockenen Substanzen abzustreuen, die sich leicht kompostieren lassen. Besonders geeignet sind dafür z.B. Sägemehl, trockener Rasenschnitt oder eifach trockene Erde. Beschleunigen kann man die Kompostierung, indem man immer wieder zwischendurch fertigen Kompost hinzufügt.

Hundertwasser Heilige ScheisseSchon Friedensreich Hundertwasser erkannte den Wert der "Heiligen Scheiße". Sein Manifest über die "Scheißkultur" könnt Ihr hier als PDF anschauen/herunterladen.

Das Buch mit 4 Bauanleitungen für den Selbstbau einer Komposttoilette des Verlages "Einfälle statt Abfälle" findet Ihr hier.

Fazit
Bei allen Trockentoiletten haben wir natürlich ein logistisches Problem, denn unsere Fäkalien bleiben mehr oder weniger vor Ort und müssen anders weggeschaft werden. Wer über einen Garten verfügt, wird damit aber kein Problem haben und selbst ein großer Balkon und Zimmerpflnzen sind dankbare Abnehmer für die wertvollen Stoffe. Wer nun denkt, das ganze stinke zum Himmel, der irrt gewaltig. Der Kompost bekommt schon nach kurzer Zeit einen angenehm erdigen Geruch, der absolut keine Erinnerungen an die enthaltenen Stoffe mehr zuläßt. Wem das alles zu gewagt erscheint, kann natürlich auch die in vielen Gegenden bereitgestellte Bio- oder Kompost-Tonne verwenden, dann freuen sich andere über den wertvollen Dünger. Wer sich nun zurecht Gedanken über seine Medikamente macht, der kann auch hier beruheigt sein, denn wenn er seine eigenen Pflanzen ißt, kann er schon bald die Pillen reduzieren - kein schöner Gedanke für den Onkel Doktor und die Pharmaindustrie.

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