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12 Volt aus der Batterie oder 240 Volt aus der Steckdose?

Das ist sicherlich für jeden, der sich mit alternativer Stromversorgung beschäftigt eine, wenn nicht DIE, zentrale Frage. Und eine Antwort darauf ist gar nicht so einfach...

Oberflächlich betrachtet tendiert man heute gern zum Strom aus der Steckdose - er ist (fast) überall und immer verfügbar. Man kann ihn leicht auch in größeren Entfernungen nutzen (vorausgesetzt das Kabel ist lang genug) und man kann auch Geräte mit großem Energiebedarf problemlos betreiben.

Größter Nachteil: Die Abhängigkeit

Von einigen Pre-Paid-Angeboten mal abgesehen, werden Kunden mit niedrigem Verbrauch in Deutschland durch hohe monatliche Grundgebühren "bestraft", nur wer richtig viel verbraucht, zahlt auch wenig pro kWh. Neben einigen regionalen Anbietern bietet überregional unseres Wissens nach nur Prokon eine rühmliche Ausnahme mit 6.-€ Grundpreis im Monat, egal wieviel man verbraucht.
Laßt Euch nicht von vermeindlichen Öko-Angeboten täuschen, denn der gern genutzte Vergleich mit dem Stromsee hat einen großen Haken. Im Gegensatz zu einem richtigen See, der Wasserstände puffern kann, muß der Strom in diesem See zu 100% in der selben Sekunde verbraucht werden, in der er "eingeleitet" wird. Das würde also nur funktionieren, wenn jeder seine Verbraucher genau dann betreiben würde, wenn gerade viel Wind oder Sonne da wären. Da dies aber keiner macht, weil der Strom kommt ja aus der Steckdose und ist ja immer da, muß der vielgepriesene Ökostron leider doch vom AKW oder Kohle-Kraftwerk produziert werden - und schon hat die Realität die Träumer wieder eingeholt. - Der zweite Nachteil also, denn Wechselstrom kann man nicht speichern.

Ist denn 12 Volt Gleichstrom die Lösung aller Probleme? - Nein, wirklich nicht. Die Vorteile muß man sich mit vielen Nachteilen und einer gewandelten Einstellung erkaufen - aber wir wollen ja anders sein.
Einer der augenfälligsten Nachteile ist sicherlich der hohe Strom, der schon bei kleinen Leistungen fließt und kurze und dicke Leitungen erfordert. Hier hilft nur der Kunstkniff, die Batterie so nahe wie irgend möglich an den Verbraucher zu bringen. Die Ladeströme sind in der Regel viel geringer und daher kann die Zuleitung vom Solarpanel oder Windrotor gern etwas länger sein.
Allgemein wird die Leistung ein kostbares Gut werden, man könnte es mit Wasser aus der Leitung im Vergleich zur Flasche setzen. Kaum jemand wird seine Badewanne mit Mineralwasser aus Flaschen füllen. Wenn man aber ein gewisses Umdenken an den Tag legt und viele Aufgaben, die bislang elektrische Geräte verrichtet haben auf anderem Wege löst, ist es eine echte Alternative.

Wir werden uns noch in diversen Artikeln mit der praktischen Umsetzung befassen, denn es gibt nicht nur die teuren Camping-Geräte auf 12V Basis, sondern viele nützliche Helferlein, die man sich aus alltäglichen Geräten, mit etwas Geschick, leicht selbst basteln kann.

Der gewaltige Pluspunkt ist die völlige Ungefährlichkeit, Stromschläge betreffend - die Brandgefahr bei Kurzschluß ist allerdings erheblich!
Wem einmal ein Schraubenschlüssel auf die Pole einer Autobatterie gefallen ist und diese kurzgeschlossen hat, wird dieses Erlebnis nie vergessen. Binnen Sekunden wird daraus ein qualmender und stinkender Haufen Müll und die ätzende Säure ergießt sich über den Fußboden. Zur Nachahmung also wirklich nicht empfohlen.

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